Es gibt so ganz spezielle Tage, die im Prinzip absolut typisch für einen Marina- / Bootswerft-Tag sind. Meistens stehe ich gegen 6.00/6.30h auf, wenn es langsam hell wird. So auch heute Morgen. Ich freue mich auf einen frisch gebrühten Kaffee und fange an, gedanklich meinen Tag zu planen. Vielleicht sollte ich erst einmal meine restlichen Einkäufe von gestern richtig verstauen. Dazu muss ich erst einmal sortieren und Platz schaffen.
Nach genau zwei Monaten in Deutschland geht es endlich wieder zurück nach Hause. Ich meine damit weniger den Ort, zu dem ich fliege, als eben die Amiga, die mittlerweile genau das geworden ist: mein Zuhause.
Ich möchte in meiner Berichterstattung diesen Zeitraum nicht auslassen und gebe deshalb noch einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Über die Rückkehr zu den Solomonen am 31.1.2020 und die aktuellen Erlebnisse wird dann ein weiterer Bericht in der nächsten Woche folgen.
Honiara. Und noch einmal Honiara. Bereits bei unserer Ankunft bin ich von dem Ankerplatz, der eigentlich geschützt hinter einer Landnase liegt, völlig enttäuscht, genervt und meine Frustration kennt zunächst keine Grenzen. Sollen wir hier eine Woche oder 10 Tage bei diesem Geschaukel aushalten und vor Anker liegen? Weiterlesen →
Nach sage und schreibe 5!!!!! Wochen und einen Tag haben wir heute endlich Honiara verlassen und sind heute Abend um 18.30 pm in der Inselgruppe Russel vor Anker gegangen – gerade so mit dem letzten Tageslicht zwischen zwei Inseln und bei einer Wassertiefe, bei der wir normalerweise nicht ankern würden (so um die 20 m und der Meeresboden Sand und Korallen).
Die Route die wir, Pacifico und Amiga, seit Anfang Mai zurückgelegt haben.
Vielen Dank, Henning, für diese Darstellung.
Was uns dabei aufgefallen ist: seit etwas über einer Woche sind hier in Honiara Taiwanesische Fischerboote eingefallen. Ich musste deswegen meinen Ankerplatz verlassen, weil die Amiga im Weg lag, und die ständig herein und heraus fahrenden Schiffe behindert hatte. Nicht das ich meinen Platz freiwillig und ohne Diskussion mit den Hafenbehörden verlassen hätte 😉 Doch die waren am Ende wohl so froh, dass ich mich überhaupt bewegt habe, dass ich jetzt den besten Platz überhaupt in diesem rolligen Hafenbecken habe. Doch das nur nebenbei. Was hier alles an Fisch ausgeladen wird ist unglaublich. Die Schiffe kommen ungefähr alle drei Monate und laden hier ihren bereits tiefgefrorenen Fang aus, der dann offenbar in Containern weiterverschifft wird. In Massen!!!! Bei unserem nächsten Gang über den Markt, habe ich mir die Fischstände angesehen und dann geunkt „das wird es in diesem Umfang wohl hier in zwei Jahren nicht mehr geben“. Die Pacifico hatte in diesem Jahr nur sehr selten Anglerglück, was auf wenig Fisch in den Gewässern hindeutet.
Nun schickt uns Henning heute diese Momentaufnahme von AIS Signalen. Pink sind die Segelboote. Orange sind die Fischer. Wir waren regelrecht erschrocken, wieviele davon in diesen Gewässern unterwegs sind und wundern uns jetzt gar nicht mehr, dass es hier kaum noch Fisch für uns Segler und schon gar nicht für die Einheimischen gibt.
Aus meinem Gesicht regnet es!!!! Ich weine??? Nein, ich schwitze!!! Mehr als dass. Ich regne förmlich ab und bin froh um jeden Luftzug, möglichst im Schatten. Kein Wunder. Ich bin schließlich in den Tropen. Ufff. Doch mit der Zeit gewöhne ich mich langsam an die Temperaturen und damit umzugehen. Ich dusche hier sogar kalt und verzichte liebend gerne auf das warme Wasser, damit ich nicht gleich nach der Erfrischung wieder schwitze ?
Fast zwei Monate bin ich nun schon in Vanuatu. Wie die Zeit vergeht. Unglaublich. Ursprünglich dachte ich, ich würde nur vier Wochen hierbleiben. Nun ist die Zeit nur durch mein 3-Monats-Visum begrenzt. Oder 4 Monate? Doch dazu später.
Da es früh dunkel wird, Sonnenuntergang derzeit um 17.10 h, sind wir gestern Nachmittag nach unserer Ankunft nicht mehr an Land gegangen. Heute morgen nach dem Frühstück wollen wir eine erste Erkundungstour starten.