Vanuatu – tropisches Paradies- vom 26.5. bis 10.7.2019

Fast zwei Monate bin ich nun schon in Vanuatu. Wie die Zeit vergeht. Unglaublich. Ursprünglich dachte ich, ich würde nur vier Wochen hierbleiben. Nun ist die Zeit nur durch mein 3-Monats-Visum begrenzt. Oder 4 Monate? Doch dazu später.


Erromango ist die dritte Insel, die wir besuchen. Pacifico und Amiga. Genau wie Anatom und Tanna ist die Insel mit einem dichten, manchmal undruchdringlichen grünem  Dschungel überzogen. Hohe Berge und uralte Kauri- Wälder prägen auch hier das Landschaftsbild.Bei diesem Dschungel, der die Inseln überwuchert, wundere ich mich nicht mehr, dass fast jeder, auch die Kinder, in der Regel mit einem Buschmesser in der Hand herum läuft. Was bei uns das Handy ist, ist hier wohl unverzichtbar das Messer.
Hatte ich eigentlich schon berichtet, dass uns auch ein weiteres Szenario, dass wir bisher in der Südsee vermisst haben, hier in Vanuatu immer wieder begegnet?

Die Menschen nutzen überwiegend Einbaum-Kanus und kommen damit zu uns an den Ankerplatz gefahren. Sie kommen, um „Hallo“ zu sagen. Wobei das Wort genau wie bei uns im Deutschen ausgesprochen wird. Nach einem Smalltalk werden uns häufig Früchte, manchmal auch Gemüse oder Fisch angeboten. Gegen Bezahlung. Selten gibt es auch schon mal Grapefruits und Papaya für uns als Begrüssungsgeschenk. Und gelegentlich wird bei solchen Begegnungen auch nach Angeltools, Tau oder Kleidung gefragt. Übrigens braucht ein Mann für so ein Einbaum-Ausleger-Kanu ungefähr zwei Monate, bis es fertig ist. Weil ein relativ weiches Holz verwendet wird,  hält es noch nicht nicht einmal besonders lange, finde ich. Schon nach 2-3 Jahren ist ein neues fällig. Ein neues traditionell gebautes Haus braucht dagegen nur ein bis zwei Wochen, bis es bezugsfertig ist. 

In Erromango, Dillon’s Bay, gibt es seit ein paar Jahren auch einen Yacht-Club. Da es Sonntag ist, und der Inhaber es eilig hat mit seiner Gitarre unter dem Arm in die Kirche zu kommen, verabreden wir uns mit ihm für den nächsten Tag.Auf seine angebotene Führung durchs Dorf wollen wir ohnehin verzichten. Hermann und ich gehen lieber auf eigne Faust los. Erfahrungsgemäß treffen wir immer auf Menschen, die sich von uns gerne in ein Gespräch verwickeln lassen. So erfahren wir viel über die Menschen, die hier leben, ihre Lebensart, Denkweise und manchmal auch über ihre Sorgen. Das ist es, was mich interessiert. Und ich staune immer wieder, wie wenig zum Leben eigentlich nötig ist, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, selbst so zu leben. 


Bei einem Ausflug auf den Fluss mit dem Kajak landen wir am Ufer vor einem Haus mit einer großen offenen Terrasse. Wer hier wohnt, ist wohl besser situiert. Einige der Einheimischen sind im Garten des Hauses mehr oder weniger mit der Grundstückspflege beschäftigt. Nachdem die Frauen an der Straße einen eher distanzierten Eindruck auf uns machen, spreche ich einfach mal einen der Männer auf dem Grundstück an.Wenig später wissen wir, dass das schöne Haus dort hoch über dem Fluss mit der wunderbaren Aussicht ein Gästehaus ist. Da es hier weder Ressort noch Hotel gibt, hat die Gemeinschaft dieses Gästehaus für Besucher des Dorfes errichtet. Und zwar eins mit ungewöhnlichem Komfort, wie ich bei der Besichtigung feststelle. Der Herd, der auf der offenen überdachten Wohn-Aufenthalts-Küchen-Terrasse steht, würde so manchen Gastronomen vor Neid erblassen lassen. Ein 6-flamiger Gasherd mit einem Backofen, in dem locker ein mittleres Spanferkel  zubereitet werden kann. An der Wand hängt ein Flachbildschirm mit mindestens 1,20m Durchmesser. Die Sitzmöbel sowie die beiden großen Tische sollen vom Tischler des Dorfes selbst gefertigt worden sein. Stabil und schwer. Die Tischplatten massiv, gefertigt aus dem Stamm eines mächtigen und sehr alten Kauribaumes, dem Durchmesser nach zu urteilen, mit wunderschöner Maserung, auf Hochglanz poliert oder lackiert. Dafür müsste man bei uns sicherlich ein Vermögen bezahlen. Die Schlafräume befinden sich in separaten Hütten.Insgesamt hat sich hier jemand sehr viel Mühe gegeben und versucht einen hohen und attraktiven Standard für westliche Besucher und Gäste zu erschaffen. Und damit auch eine Geldquelle, von der wohl das ganz Dorf profitieren soll. Schade, dass es mit der Werbung für dieses Objekt noch nicht so klappt, denn auf der Touristenseite Vanuatus wird für Eromango noch keine Unterkunft angeboten, (wie ich bereits vorher schon festgestellt hatte).


Das Ehepaar, das die „Idee“ Yacht-Club seit ein paar Jahren betreibt, hat einen Imbiss für uns vorbereitet. Im Gästebuch der letzten Jahre finden wir so einige Einträge von anderen Seglern, die wir auf unserer Reise kennen gelernt haben. Und auch wir tragen uns im Gästebuch ein und hinterlassen eine deutsche Flagge mit unserem Namen als Erinnerung an uns. Und eine weitere Deutsche  (wenn auch schon sehr abgenutzte) Flagge  bleibt hier auf Erromango. Für die Fußballfans. Die Vanuatus sind begeisterte Fußballfans. Die Fangemeinden hier sind entweder für Deutschland oder für Brasilien, ist mein Eindruck. Von anderen Ländern wird kaum gesprochen. Obwohl ich mich für Fußball nun überhaupt nicht interessiere, weiß ich, dass ich jetzt immer ein Gesprächsthema habe, dass die Augen meines Gegenübers zum Leuchten bringt. Das ich von Spiel und Spielern im Prinzip gar keine Ahnung habe, merken sie entweder nicht oder es ist ihnen auch egal. Begeisterung schlägt mir trotzdem jedes Mal bei Erwähnung dieses Themas entgegen.


Wir bleiben ein paar Tage länger in Erromango, denn wir wollen nicht zu früh in Port Vila, der Hauptstadt Vanuatus auf der Insel  Efata ankommen, wo meine Crew dann gleich von Bord gehen wird. Fisch wäre eine nette Abwechslung in unserem Speiseplan und so fährt die Pacifico morgens schon vor der Dämmerung raus zum Fischen. Hermann sammelt dann Phil, der sich mittlerweile sehr zu unserem  allgemeinen Vergnügen den Spitznamen Phily  Mousekewitz eingefangen hat, ein und die beiden fahren für einige Stunden raus zum Trawlen. Fischen ist schließlich Männersache.Doch das einzige, was am Ende dabei wirklich realisiert werden kann, ist ein Barracuda. Ein Fisch, den wir nicht essen und deshalb verschenken. Gloria heißt die glückliche, die ihn erhält. Gloria haben wir nun schon mehrfach getroffen und mit ihr gesprochen. Dabei ist sie eigentlich nur zu Besuch hier, denn sie wohnt sonst in Port Vila, wo wir sie überraschend nach unserer Ankunft auch wiedersehen werden.


Und eine weitere Geschichte werde ich in meiner Erinnerung wohl immer mit Erromango  verbinden. Abgesehen von der kleinen hölzernen Schildkröte, die ich geschenkt bekommen habe.Das Cargo Schiff lädt, neben so einigen anderen Sachen, einen ziemlich großen Gegenstand am Strand aus. Der steht dann dort eine ganze Weile, bevor eine Schar Männer versuchen ihn fortzubewegen. Es dauert nicht lange, dann treibt die Neugierde Hermann an Land, um sich dieses Treiben näher anzuschauen. Der Gegenstand ist keine große Kiste, sondern ein großer rund 700 Kilo schwerer Generator. Und der ist nicht etwa für die Stromversorgung des Dorfes, sondern für den Sendemast eines hiesigen Telefonanbieters. Hermann hilft den Leuten dann noch dabei eine mitgelieferte gläserne Schutzscheibe in das Gerät einzusetzen, da es hierfür mindestens an geeignetem Werkzeug fehlt. Noch während Hermann daneben steht, versucht einer der Männer die Schrauben der Starter-Batterie des nagelneuen  Generator lösen, der durch den Transport vom Strand ins Dorf schon einige Schrammen und Dellen hat. Auf Hermanns Frage hin heißt es wohl ziemlich lapidar „dies muss losgemacht werden“ (oder so ähnlich). Und Hermann gewinnt seine Wette: als wir am nächsten Morgen vor unserer Abfahrt noch einmal nachschauen, ist die Batterie tatsächlich verschwunden. Die konnte jemand also gut gebrauchen.Wenn der Generator dann irgendwann von dem Telefon-Unternehmen installiert wird, brauchen sie wohl erst einmal eine neue Starter-Batterie. Mein Gutglaube in die Menschen hat so einen leichten Dämpfer bekommen.


Am späten Nachmittag vom Samstag, den 2.6.2019, verlassen wir nach einer Abschiedsrunde Erromango Richtung Port Vila. Draußen vor der Insel sehen wir ein weiteres Segelboot. Es nimmt den gleichen Kurs wie wir, doch mit genügend Abstand, so dass wir nachts nicht allzu sehr darauf achten müssen. Irgendwann ist die Flying Fish auf AIS vor uns und aus dem Gefahrenbereich. Mehr achten müssen wir auf die Pacifico. Da wir wegen dem wenigen Wind mehr oder weniger unter Motor laufen, ist die Pacifico diesmal nicht wesentlich schneller als die Amiga. Da wir aber uns zu dritt die Wachen teilen, ist es für mich selbstverständlich auch ein Auge für die Pacifico zu haben und zu hoffen, dass Hermann während dieser Nacht etwas Schlaf findet. 


In den frühen Morgenstunden erreichen wir Port Vila. Zur Begrüßung kommt mir ein Dingi kurz vor der von mir anvisierten Mooring entgegen.  Es ist Franc von der „ Another Adventure“, der mich herzlich begrüßt. Franc habe ich bei meinem kurzen Aufenthalt in der Riverside Drive Marina, Whangarei, kennengelernt, als ich dort die Backskistenrahmen der Amiga habe neu schweissen lassen. Er war dort mein Bootsnachbar und wir hatten ein sehr netten Kontakt. Ich freue mich, ihn hier wiederzusehen. Mit ihm erleben wir noch einen tollen Abend An Bord der Amiga, mit vielen Geschichten über andere Segler und Segelboote, von denen ich gar nicht einschätzen kann, ob da nicht auch etwas Seemannsgarn dabei ist.


Erst einmal an der Mooring festgemacht, kann ich gar nicht so schnell gucken, wie meine Crew diesmal bereit zum Landgang ist. Die Stadt ruft. Für mich eigentlich weniger spannend, als der Besuch eines abgelegenen Dorfes. Aber Motivationen sind ja nun einmal sehr unterschiedlich. 


Stadt bedeutet Vorräte, Gas und Diesel ergänzen. Ach, und na klar sind wir ja auch mit unserem Einklarieren in Vanuatu noch nicht fertig, weil wir die Zollformalitäten  (Customs) bisher auf keiner Insel erledigen konnten. Doch das läuft hier alles ziemlich entspannt ab. Niemanden interessiert es, dass wir schon seit Sonntag hier an der Mooring des Yachts-Clubs liegen. Über Funk hatte bei unserer Ankunft gehört, dass ein anderer Segler entweder heute, am Sonntag, einklariert oder Montag Morgen. Sonntag würde extra etwas kosten. Montag Morgen wäre aber auch absolut ok. Dann zu den normalen Dienstzeiten. Nur bitte vorher nicht an Land gehen, was für uns nicht zutrifft, weil wir ja schon seit Anatom im Prinzip einklariert sind. Das einzige, was uns am Montag Morgen bei Customs nun doch etwas verwundert, ist , dass der Zollbeamte und anschließend zum Migration Office schickt, weil man uns in Anatom ein falsches Visum ausgestellt hat. Wir haben Anspruch auf 90 Tage statt der bewilligten 30 Tage und das sollten wir ändern lassen.  Kostenlos. Und in Anatom wollte der Offizielle mir für das drei-Monats-Visum 150€ abnehmen! Lustig finde ich es, als der Beamte, der dann die Änderung im Pass vornimmt, mir laut die drei Monate vorrechnet:  Ankunft 14. Mai plus 3 Monate und dann Gültigkeit des neuen Visums bis 14. September einträgt. Kommentarlos stecke ich meinen Pass wieder ein.


Nachdem meine Crew von Bord ist, fiebere ich danach mit der Amiga in einer schönen Bucht zu liegen, den Tag, Tag sein zu lassen und mein Reich „Amiga“ wieder für mich zu haben. Platz steht jetzt wieder zur Verfügung einige Dinge anders zu verteilen, oder zurück an ihren ursprünglichen Ort zu legen, nachdem ich sie wiedergefunden habe. 

Doch ganz so schnell will uns Port Vila nicht loslassen. Ein lecker Dieseltank, nicht nur bei mir, auch auf der Pacifico, und einige andere dringend zu tätigende Reparaturen halten uns unvorhergesehen fast zwei Wochen hier fest.Die zusätzliche Zeit ist jauch eine Gelegenheit zum Shoppen, einem längst fälligen Friseur-Besuch und für eine Thai-Massage. 


Port Vila ist eine kleine, sehr lebendige Stadt. Alle Fahrzeuge, deren Kennzeichen mit einem „B“ beginnen, sind Busse und bringen einen für 150 Vatu (ca. 1,20€) wohin man möchte. Und es gibt Unmengen von diesen Bussen. Die Einkaufsmöglichkeiten sind sogar deutlich besser als in Lautoka, Fiji, obwohl Vanuatu doch eigentlich viel weniger touristisch ist und insgesamt auch viel weniger westlich entwickelt. Ich habe die Vermutung das hier noch der französische und englische Einfluss von vor 1980 nachwirkt.


Und ich erfahre auch etwas zum Familienleben der Einwohner hier. Die Frauen haben es auch hier nicht leicht. Einmal verheiratet, wird immer noch erwartet, dass die Frauen sich um Haus, Kinder und sogar Einkommen kümmern, während die Männer sich eher vergnügen bei Kava und Parties (wie die Friseurin es nennt). Wenn die Frauen den ganzen Tag auf dem Markt versucht haben, ihre Waren und frisch zubereiteten Speisen zu verkaufen, müssen sie sich selbstverständlich anschließend auch noch um Haushalt, Wäsche und Küche kümmern. Häufig haben die Männer dann den ganzen Tag keinen Handschlag getan. Die Kleinkinder werden auf dem Marktstand mit groß gezogen, bevor sie ins Schulalter kommen.Also kann das Heiraten etwas warten. Die Last der Ehe kommt noch früh genug. Nur sehr langsam setzt sich der Gedanke der Gleichberechtigung der Geschlechter durch. Wie lange so ein Prozess dauern kann, wissen wir ja zur Genüge aus Europa. Immer noch verdienen Frauen in Deutschland überwiegend weniger als Männer, selbst bei gleichwertiger Tätigkeit. Da kann man sich an fünf Fingern abzählen, wie lange es hier dauern wird, bevor auch nur eine annähernde, von der Regierung unterstützte, Entwicklung in dieser Richtung stattfindet. 


Bevor wir uns aus Port Vila verabschieden, verbringen wir noch ein Wochenende außerhalb. Etwa eine Stunde nördlich liegt Mele oder auch Hideaway Island. Das dortige Ressort ist sehr Yachtie-freundlich. Es gibt am Freitag Abend, neben anderen Gerichten, eine leckere Steinofenpizza und eine Firedance-Show. Der Ankerplatz ist ziemlich schwellig und wir ziehen kurzerhand nach dem ankern noch einmal um. Im zweiten Anlauf Ankern wir direkt vor dem Ressort, aber immer noch außerhalb der Route des kleinen Fährboots, dass vom Ressort zu der kleinen Insel mit einem weiteren Ressort fährt. Wahrscheinlich könnte  man dorthin bei Ebbe auch zu Fuß über das Riff laufen. Doch das wird wohl wegen der für Insel zu zahlenden Gebühr nicht gern gesehen.Wir fahren früh an den Strand, zur Happy Hour, und sind enttäuscht, als wir keinen Tisch mehr im Restaurant bekommen. Alles reserviert. Nur in den zusätzlich aufgestellten Sitzreihen für die Show dürfen wir noch Platz nehmen. Ich bin erst einmal „muksch“. Wir wollen schließlich vor der Show auch etwas essen. Doch es nützt nichts. Die Tische sind schon seit Tagen und Wochen für diesen Abend reserviert. Nachdem ich mich dann wieder „eingekriegt“ habe, sitzen wir praktisch in der ersten Reihe. Als Tisch dient uns eine niedrige Balustrade. Und im Endeffekt haben wir nachher eine viel bessere Aussicht auf die Show, als von einem der reservierten Tische. Im übrigen gesellt sich selbst Jeffrey, Flying Fish, der selbstverständlich einen Tisch reserviert hatte, zu uns in die vorderen Reihen. Vom Tisch aus er hätte gar nichts sehen können.Die Show selbst ist eine artistisch angehauchte unterhaltsame Darstellung, die nichts mit dem traditionellen Firedance, den ich aus Samoa kenne, zu tun hat. HipHop Tanzeinlagen, westliche Musik, schaffen eine völlig andere Atmosphäre, als wir es eigentlich erwartet haben.Insgesamt ist es jedoch ein schöner Abend, trotz schwelligem Ankerplatz. 


Nach dem Wochenende geht es nochmals zurück nach Port Vila. Letztes verproviantieren, Diesel aufnehmen, Duty-Free-Getränke-Einkauf,  bevor es weiter nach Norden geht. Doch da kommt der nächste Zwangsaufenthalt in Port Vila auf uns zu. Ein Wassertank auf der Pacifico ist durchgerostet und muss zugeschweißt werden.
Macht nichts. Es gibt auch auf der Amiga genug zu tun.Dann ist es es am Mittwoch, den 19.6. doch endlich so weit, und wir können los.Noch schnell günstigen Wein und Bier im Duty Free Geschäft einkaufen. Wann bekommen wir schon mal wieder an eine Flasche Bier für 0,80 € ???? Nur leider nicht zum hier trinken. Unser Einkauf muss zolltechnisch versiegelt werden. Bei dieser Aktion lerne ich auch endlich Simon, den netten Zollbeamten, persönlich kennen. Er kommt an Bord und freut sich, als ich ihn von anderen Seglern grüsse, die mir schon von ihm berichtet hatten.Die Versiegelung des Wein- und Bierkartons geht schnell und unkompliziert. Und richtig Spaß haben wir dann noch beim Thema Fußball: Simon ist während der letzten Fußballweltmeisterschaft mit dem Zollboot und einer riesigen Deutschland-Flagge durch die Bucht von Port Vila gefahren. Sehr zur Freude aller Deutschland-Fans. 


Es ist später Nachmittag, als wir dann endlich loskommen. Bis zur Havanna Bay im Norden von Efata schaffen wir es heute nicht mehr. Also noch einmal Zwischenstopp vor Hideaway. Doch am Donnerstag morgen geht es gleich weiter.


Ein Stück segeln, dann weiter unter Motor. Hinten in der Bucht liegt offenbar eine sehr moderne Yacht. Die großen weißen Masten stehen schräg nach hinten. Extravagantes Design? Erst als ich etwa eine Meile davor bin, sehe ich, dass,die große Yacht hoch und trocken am Strand liegt. Deshalb die schrägen Masten. Uuuuuppppsss. Wie ist das denn passiert? Sie sieht noch ganz intakt aus. Sogar die Segel sind noch angeschlagen. Die Recherche ergibt „Blue Gold “ ist vor bier Jahren hier während des Cyclons ‚Pam‘ aufs Riff gegangen. Einer der Locals erzählt mir später etwas von einer 5 Meter hohen Wassersäule, die das Boot getragen hat, dass hier eigentlich vor dem Cyclone Schutz gesucht hatte. Traurige Geschichte, die auch nach 4 Jahren noch nicht zu Ende ist.


Die Havannah Bay ist ruhig, geschützt, aber wenig spektakulär. Ein guter Anfang nach Port Vila. Es gibt draußen nach Westen einen weiteren Ankerplatz im Riff im Norden von Lelepa Island. Das reizt mehr. Die Einfahrt ist nicht ganz einfach. Man braucht Sonne, um die Riffe zu sehen, durch die man hindurch muss. Ich entspanne mich und fahre der Pacifico hinterher. Trotzdem merke ich zwischendurch einmal, das der Amiga-Kiel sanft über ein Riff rutscht. Rückwärtsgang – und schon bin ich wieder frei. Der Ankerplatz entspricht meinem Geschmack. Ich kann den Boden unter der Amiga sehen. Jeden Stein, jede Koralle, jede Muschel. Nett zum Schnorcheln am Aussenriff. Eine spektakuläre Vielfalt bietet sich mir bei bei diesem Ausflug in die Unterwasserwelt, die sich hinter den Riffen Fijis nicht verstecken muss.  Nur sind hier weniger Fische – vielfältigere Arten aber quantitativ deutlich weniger. Woran das wohl liegt? An den großen Tiefen in direkter Meeres-Nachbarschaft?

Der Landgang überrascht mit einem Briefkasten im Nirwana, (hier ist schließlich kein Dorf) , der einen fast in Versuchung bringt, eine Karte an Familie und Freunde einzustecken. Eine weitere Überraschung ist der höfliche, aber sehr bestimmte Strandverweis, als die Touristen im Anmarsch sind. Schließlich zahlen sie viel Geld, um einmal hier sein zu dürfen. Die Reste eines Flugzeugs aus dem zweiten Weltkrieg und die Höhle im Südosten der Bucht mit einem riesigen Schwarm Fledermäuse darin, besichtigen wird dann eben am nächsten Tag. Bevor die Touris kommen. 


Es geht weiter nach Norden. Ob dort die Ankerplätze mit diesem Ankerplatz innerhalb des Riffs mithalten können? Der nächste Ankerplatz ist nur ein Übernachtungsplatz. Ich möchte nicht über Nacht segeln, wenn es nicht sein muss. Also planen wir die Route nach an Norden möglichst in Tagesstrecken. Ich ankere vor Emae in der Sulua Bucht. Unspektakulär und wenig Schwell.Wir gehen nach unserer Ankunft an Land , weil Hermann einen weiteren Barracuda gefangen hat. Kann er nicht einmal etwas ordentliches fangen? Zumindest die Familie, die hier direkt am Strand wohnt,  freut sich über diesen Fisch von etwa 5 kg, der unerwartet ihr Abendessen bereichern wird. Wir laufen bis zum Dorf, nur um dort zu erfahren, dass wir ein Agrarfestival, dass vor wenigen Tagen stattgefunden hat, versäumt haben. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Wir hätten zwei Tage früher kommen sollen. Beeindruckend ist die gepflegte Straße, die über die Insel führt. Sie wurde extra für das Festival, an dem überdies auch mehrere andere Inseln beteiligt waren, angelegt beziehungsweise neu planiert. Was für ein Aufwand.


Am nächsten Tag geht weiter nach Epi. Der erste Ankerplatz, den die vor mir fahrende Pacifico schon einmal ausgekundschaftet, gefällt mir nicht. Zu schwellig, denke ich, und habe dabei auch das möglicherweise kommende Wetter im Kopf. Denn irgend etwas stimmt mit dem Wetterbericht nicht. Ich habe über 40 Knoten Wind gesehen. Als ich es noch einmal verifizieren möchte, zeigt mir der Wetterbericht etwas ganz anderes. Ich bin verunsichert und habe kein gutes Bauchgefühl.

Der zweite Ankerplatz, Lamey Bay, sieht besser aus. Die Boote, die hier bereits vor Anker liegen, kenne ich zum Teil schon. Die Bucht ist kuschelig gemütlich: flaches Wasser, viele Schildkröten, relativ geschützt. Und war das nicht vielleicht sogar ein Dugong (Seekuh-Art), der dort gerade wieder abtaucht? Hier ist es nett hier und es gefällt mir, auch wenn mein soziales Kontaktbedürfnis mich nicht von einem Landgang überzeugen kann. Ich genieße es heute einfach an Bord.


Am nächsten Morgen soll es weiter nach Malekula gehen. Etwa 20 Meilen liegen vor uns. Ich berichte Hermann von dem komischen Wetterbericht und das wir vielleicht über 40 Knoten Wind bekommen sollen. Andererseits könnte es auch sein, dass dieses Wetter weiter südlich war, ich nur „dicke Finger“ hatte und das unter uns durch geht, also mehr in Höhe von Port Vila.

Nach dem Frühstück schaut Hermann auf das graue Wetter vor der Bucht. Ich wundere mich, als er sagt „ das sind vielleicht deine 40 Knoten?!“ Es sieht dort draußen wirklich nicht gut aus. In Patagonien hätte ich bei dem Grauton auf jeden Fall gesagt, wir bleiben am Anker. Wir einigen uns darauf, das Hermann voraus fährt und sich dass näher anschaut. Wenn alles gut ist, wie im aktuellen Wetterbericht, komme ich nach. In Höhe der vorgelagerten kleinen Insel meldet Hermann 22 Knoten und ich gehe Anker auf.  Nicht gemütliches segeln, aber kein Grund am Anker zu bleiben. 
Kaum bin ich aus dem Schutz der Bucht heraus, wird der Wind stetig und schnell stärker. Es dauert nicht lange und ich sehe über 30 Knoten auf der Anzeige. Weiter oder zurück? Für mich ist es die erste Erfahrung bei so viel Wind Singlehanded unterwegs zu sein. Ich merke, dass meine gereffte Genua immer noch zu viel Segel für diesen Wind ist. Also noch mehr reffen. Unten höre ich, wie vieles sich einen neuen Platz sucht. Chaos, dass bei gewöhnlichen  Windverhältnissen nicht entstanden wäre. Doch das kann ich im Moment nicht ändern. Vor mir liegen noch ungefähr 17 Meilen bis zur nächsten schützenden Bucht. Ich reffe noch mehr, wechsele den Kurs. Mittlerweile bläst es mit über 40 Knoten. Die Wellen werden immer höher. Ich schaue auf die Uhr. Bin ich tatsächlich gerade erst losgefahren? Mir kommt es vor, als wäre ich schon länger unterwegs. Ich vertraue der Amiga, auch wenn sie sich der stark gerefften Segel zum Trotz mit jeder Welle bedenklich auf die Seite legt. Wenn jemand es nicht schafft, bin eher ich es. Das Boot schafft das. Ich vertraue meiner starken, verlässlichen Amiga.Wir rauschend mit 8 Knoten dahin, obwohl die Genua kaum mehr als Handtuchgrösse hat. Hermann meldet sich über Funk. Beruhigend seine Stimme zu hören. Wir beschließen mit beiden Booten umzukehren. Zurück in die schützende Bucht. Und erst jetzt registriere ich, dass ich bereits an der Pacifico vorbei bin. Als ich jetzt wende, sehe ich plötzlich das orangene Kanu an der Reling der Pacifico durch die vom starken Regen getrübte Sicht vor der Amiga leuchten. Nicht hinter mir. Wann ist denn das passiert? Als ich noch mit dem Reffen des Segels beschäftigt war?  Als ich dabei war, dem Riff vor mir auszuweichen? Egal. Es tut gut die Pacifico zu sehen. Wir treten gemeinsam den Rückweg an, der zweimal so lang ist, wie die Zeit, die wir bisher unterwegs waren. Eine Alternative, die im Norden von Epi liegt, verwerfen wir wieder. Nein, wir gehen in unsere Bucht zurück. Auch wenn der Ankerplatz dort inzwischen sehr schwellig ist, liegen wir dort doch windgeschützt und sicher.


Am nächsten Tag werden erst einmal Wunden geleckt. Das Chaos unter Deck muss wieder in Ordnung gebracht werden. Bei der Aktion gestern habe ich zwei Volle Diesel-Kanister und eine Waschschüssel verloren. Ärgerlich. Doch es hätte durchaus schlimmer kommen können. Unter Deck ist nur ein Weinglas kaputt gegangen. Die Glassplitter haben sich im halben Salon verteilt. Also alles nicht so schlimm.Gestern waren auch die drei anderen Boote, die hier mit uns vor Anker lagen, morgens losgefahren. Zwei davon lagen dann bei unserer Rückkehr ebenfalls schon wieder hier vor Anker. Das dritte Boot, eine grosse Amel (französischer Bootsbau) ist das Wetter abgelaufen und nach Ambryn gesegelt, wie wir ein paar Tage später erfahren. 

Die Local Talent (Dean und Gayle) hatte gestern nur eine kleine Runde gedreht und war dann gleich wieder den Rückzug angetreten. Das Vorsegel der Panamax (Flavian und Tanja) hat jedoch offenbar Schaden erlitten. Der Sonnenschutz hängt in Fetzen aus dem aufgerollten Segel heraus. Hoffentlich ist nur der Sonnenschutz. Durch unsere Erlebnisse vom Vortag rücken wir alle etwas mehr zusammen und tauschen uns zu dem Geschehenen und den Wetterberichten aus. Wir haben beide noch jeweils ein Vorsegel, dass wir nicht mehr benötigen, und der Panamax als „erste Hilfe“ anbieten können. Doch dann bietet Gayle an, dass Segel zu nähen und bereits am Nachmittag ist es wieder wie neu. Es ist nicht mehr nötig, das Segel umständlich nach Port Vila zu schicken und auf die Reparatur zu warten. Schon am nächsten Morgen kann es weiter gehen.


Was wir zwei Tage zuvor als zu viel Wind hatten, haben wir heute zu wenig. Sonnenschein, strahlend blauer Himmel, eine weniger als nur leichte Brise, das Meer nur durch einen sanften Schwell bewegt, fahre ich unter Motor Richtung Malekula. Kaum zu glauben, dass hier vor zwei Tagen noch ein Unwetter förmlich aus dem Nichts heraus tobte. Tagesziel ist die geschützte Gaspard Bay im Süden Malekulas. Ein paar Stunden später liegt die Amiga, umgeben von Mangroven mit Blick auf die Nachbarinseln, im spiegelblanken Wasser vor Anker. Die Panamax ist ebenfalls schon hier, während heute die Pacifico ausnahmsweise einmal auf sich warten lässt.  Hermann versucht erneut den Speiseplan mit frischem Fisch zu ergänzen und ist wohl noch am


In dieser Bucht soll es Dugongs geben. Grund genug für mich, auch noch einmal bei Wikipedia nachzulesen, was das für Tiere sind. Sie müssten eigentlich, sollten sie hier sein, regelmäßig auftauchen, um Luft zu holen. Tatsächlich sehen sehen wir mindestens zwei Tiere am nächsten Tag durch die Bucht schwimmen. Immer wieder tauchen ihre braunen glänzenden Rücken aus dem Wasser auf. Leider ist das Wasser durch die Mangroven zu sehr getrübt, als das wir eine wirklich klare Sicht auf die Tiere haben können.Über den Nachschub an frischen Obst und Gemüse müssen wir uns keine Gedanken machen. Auch hier, in dieser entlegenen Bucht, kommen die Einheimischen mit ihren Kanus und bieten Grapefruits und anderes an.


Ich genieße die Ruhe hier und bleibe noch einen Tag länger, bevor es die wenigen Meilen weiter nach Port Sandwich.geht. Es ist ja nicht so, dass nur die Hähne früh morgens in den Dörfern krähen, was mich immer wieder stark an die Zeit in den Marquesas erinnert. Nein, auch die Vanuatus sind ziemlich lautstark in ihrer Kommunikation. Es hat so etwas wie das Gegröle auf einer  Baustelle an sich. Schon mal darauf geachtet? Ich denke dabei immer an einen meiner früheren Kollegen, der mir das mal erklärt hatte: „ Kommunikation auf dem Bau – öööiiiieeehhhh!!!!!!! Heißt übersetzt ‚reich mir mal den Vorschlaghammer!‘“ – eine Sprache für sich.  Ähnlich scheinen es die Vanuatus zu machen und dieses Gerufe ersetzt wohl fehlende Handys.
Port Sandwich macht seinem Namen „Port“ alle Ehre. Sind wir doch meistens eher allein, Pacifico und Amiga, liegen hier am Ende mit uns gezählt nicht weniger als 9 Boote vor Anker. Gefühlt ist das schon fast ein dichtes Gedränge, obwohl wir alle weit auseinander liegen. Auch hier ist der Ankerplatz sehr geschützt, nachts das Wasser spiegelblank.

In unmittelbarer Nähe zum Strand gibt es einen kleinen Shop und morgens auf Vorbestellung frisch gebackenes Brot. Zum zwei bis dreimal wöchentlich stattfindenden Markt laufen wir fast eine Dreiviertel Stunde. Er befindet sich etwas weiter nördlich vom Ankerplatz in der Nähe des kleinen Hospitals und einer Bank. Die Schule müsste auch dort in der Nähe sein. Ein unter Umständen längerer Schulweg für die Kinder, die mehr in der Nähe der Ankerbucht wohnen. Trotzdem bin ich doch sehr verwundert, als es dann von einer Mutter heisst „ nein, heute muss mein Kind nicht in die Schute. Es regnet doch!“


Wir segeln weiter,  bleiben ein paar Tage  im Norden von Ambryn, und dann zur nächsten Insel, nach Pentacote. Ich mache mir schon wieder Sorgen ums Wetter und denke, dass das Ankern dort schwierig werden wird. Zwischen den Inseln düst der Wind und die See ist ziemlich bewegt. Ich schätze die Wellenhöhe auf mindestens 3 Meter und bin froh, dass ich gleich mit gereffter Genua losgefahren bin. So stören mich die Windböen bis 30 Knoten nicht weiter und es ist alles entspannt an Bord.  Auch fliegt diesmal unten nichts durch die Gegend, weil ich alles gut verstaut habe, da ich nicht unbedingt mit einer ruhigen Fahrt gerechnet habe. Kaum im Windschatten von Pentacote kommt der Wind meist genau achterlich und das Wasser ist deutlich ruhiger. Da macht es nichts, dass der erste Ankerplatz bei weitem nicht so geschützt ist, wie in den Büchern beschrieben.

Wir segeln weiter und aus den geplanten 16 Meilen werden rund 30 Meilen, bis wir die Bucht Bwatnapne erreichen. Die einzige erreichbare Ankermöglichkeit, bevor es dunkel wird. Gegen 16 Uhr lassen wir den Anker in  4 bis 5 Metern Tiefe in hellem sandigen Boden fallen, sind begeistert über das glasklare Wasser, dass zu Schwimmen einlädt. Der Ankerplatz ist ziemlich schwellig, aber das war nicht anders zu erwarten. Dafür ist die Bucht einfach zu offen. 


Eigentlich wollen wir am nächsten Morgen gleich weiter, doch dann überlegen wir es uns anders und gehen doch an Land. Wir begegnen den ersten freundlichen und aufgeschlossenen Dorfbewohnern und finden uns ungeplant auf dem Schulgelände wieder. Es scheint gerade Pause zu sein und wir sind plötzlich umringt von Schülern, werden von den Lehrern angesprochen. Gerne dürfen wir uns umsehen. Einer der Lehrer bietet uns eine Führung an. Stolz zeigt er uns die ganze Anlage, die aus bestehenden und diversen gerade im Bau befindlichen Gebäuden besteht, Schulgärten, Unterkünften für die Schüler, einer Kirche, etwas vernachlässigten Sportplätzen, der Küche und der Bäckerei, den Lehrerunterkünften usw. Wir erfahren so einiges über das Schulsystem, dürfen in die Hefte der Schüler schauen. Ich frage nach Schulbüchern und erfahre, das es früher australische Schulbücher gab. Doch der Unterricht mit diesen Büchern sei zu schwierig. Jetzt würde es landeseigene Schulbücher geben. Zu sehen sind keine.Weniger als die Hälfte der Lehrer ist ausgebildet und staatlich angestellt. Da fragt man sich doch, was Jacob, unser Führer hier, als untrainierter Mathematiklehrer wohl unterrichtet und den Kindern vermittelt? Und überhaupt? Hat er jetzt keinen Unterricht? Die Pause ist doch längst vorbei?

In der Küche und der Bäckerei wird der Mittagslunch für die über 200 Schulkinder vorbereitet. Küche heißt, es liegen ChuChu, Papaya und Kasava auf dem  Boden. Zwei große Töpfe stehen auf einem Holzfeuer. Einen Herd gibt es nicht. Der Bäcker bereitet gerade ungefähr 54 Brote vor. Entsprechend viele Backformen stehen dafür bereit. Wir werden eingeladen bis zum Lunch zu bleiben, um das Brot dann probieren zu können. Es landen Papaya, ChuChu und Kasava in unserer Tasche, damit wir nicht hungrig von dannen ziehen müssen.

Zum Abschluss zeigt Jacob uns noch einen Meeresbrunnen am Strand. Die inneren Brunnenwände bestehen aus Beton, damit der Brunnen nicht zusammensackt. Und auch die Abdeckung ist auch Beton.  Mit jeder Flut steigt auch der Wasserspiegel im Brunnen. Gefiltert durch den Strandsand und Kies hat das Wasser beinahe Trinkwasserqualität. Es dient den Schülern als Wasser zum Wäsche waschen, Zähneputzen usw. So wird mit dem richtigen Trinkwasser entsprechend gehaushaltet. Eine erstaunliche gute und auch ungewöhnliche  Lösung des Wasserproblems. 


Gegen Mittag verabschieden wir uns uns gehen Anker auf. Jakob ist etwas traurig. Er hätte uns doch gerne noch etwas dabehalten. Mindestens bis zum Lunch. Doch wir wollen weiter nach Loltong. Eine ruhige und spektakulär schöne Ankerbucht, die wir schon zwei Stunden später erreichen. Wir werden etwas bleiben und das kommende ungemütliche Wetter an uns vorüberziehen zu lassen.

2 Gedanken zu „Vanuatu – tropisches Paradies- vom 26.5. bis 10.7.2019

  1. Liebe Hilde,
    was für ein tolles Foto von der Amiga vor Anker ! Du hast ein wunderschönes Schiff. Dein Bericht bringt mich in eine ganz andere exotische Welt. Das ist zur Zeit sehr fremd für uns, weil wir doch gerade einen ganz anderen Lebensstil haben. Ich hoffe, wir sehen uns wieder – irgendwann und irgendwo.
    Drück dich,
    Frauke

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